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<title>Rechtsschein</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Rechtsschein</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der <b>Rechtsschein</b> ist ein Sammelbegriff für äußerlich erkennbare, für den Rechtsverkehr relevante Tatsachen, die den begründeten Anschein einer bestimmten <a href="Recht" title="Recht">Rechtslage</a> erzeugen und sich regelmäßig auf den <a href="Guter_Glaube" title="Guter Glaube">Gutglaubensschutz</a> (Frage der <a href="Verf%C3%BCgungsbefugnis" title="Verfügungsbefugnis">Verfügungsberechtigung</a>) auswirken können. Geschützt wird die Redlichkeit eines Dritten gegenüber dem Nichtberechtigten.
</p><p>Aus Gründen des <a href="Rechtsfrieden" title="Rechtsfrieden">Rechtsfriedens</a> hat der Gesetzgeber zum Schutz des Rechtsverkehrs Rechtsscheintatbestände geschaffen, bei denen eine vorgegebene Rechtsfolge unabhängig davon eintritt, wie sich die wirkliche Rechtslage darstellt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Systematik">Systematik</h2></div>
<p>Im <a href="Recht_Deutschlands" class="mw-redirect" title="Recht Deutschlands">deutschen Recht</a> ist das <a href="Rechtsinstitut" title="Rechtsinstitut">Rechtsinstitut</a> des Rechtsscheins aus Gründen der <a href="Rechtssicherheit" title="Rechtssicherheit">Rechtssicherheit</a> für den Alltags und das Wirtschaftsleben etabliert. Ein Rechtsschein<a href="Tatbestand" title="Tatbestand">tatbestand</a> ersetzt fehlende Berechtigungen, etwa die <a href="Vollmacht" title="Vollmacht">Vollmacht</a> bei der <a href="Duldungsvollmacht" title="Duldungsvollmacht">Duldungs-</a> oder <a href="Anscheinsvollmacht" title="Anscheinsvollmacht">Anscheinsvollmacht</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder die <a href="Verf%C3%BCgungsbefugnis" title="Verfügungsbefugnis">Verfügungsbefugnis</a> bei <a href="%C3%9Cbereignung" title="Übereignung">Übereignungsvorgängen</a> im <a href="Sachenrecht_(Deutschland)" title="Sachenrecht (Deutschland)">Sachen-</a> beziehungsweise <a href="Erbrecht_(Deutschland)" title="Erbrecht (Deutschland)">Erbrecht</a>.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Rechtsscheintatbestand schafft Zurechenbarkeit gegenüber dem Berechtigten, der tatsächlich das <a href="Materielles_Recht" title="Materielles Recht">materielle Recht</a> (etwas <a href="Eigentum" title="Eigentum">Eigentum</a>) innehat. Derjenige, der auf den Rechtsschein vertraut, muss <a href="Guter_Glaube" title="Guter Glaube">gutgläubig</a> sein und seine <a href="Disposition_(Wirtschaft)" title="Disposition (Wirtschaft)">Disposition</a> im <a href="Kausalit%C3%A4t_(Recht)" title="Kausalität (Recht)">Vertrauen auf die</a> Rechtsscheinlage treffen. Rechtsfolge ist die Gleichstellung von Rechtsschein und Rechtswirklichkeit.
</p><p>Moritz Wellspacher (1871–1923) definierte bereits im Jahr 1906 das allgemeine Rechtsscheinprinzip so: „Wer im Vertrauen auf einen äußeren Tatbestand rechtsgeschäftlich handelt, der zufolge Gesetzes oder Verkehrsauffassung die Erscheinungsform eines bestimmten Rechtes, Rechtsverhältnisses oder eines rechtlich relevanten Momentes bildet, ist in seinem Vertrauen geschützt, wenn jener Tatbestand mit Zutun desjenigen zu Stande gekommen ist, dem der Vertrauensschutz zum Nachteile gereicht.“<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lehre_vom_Rechtsschein">Lehre vom Rechtsschein</h2></div>
<p>Der Rechtsschein ergibt sich aus dem Gesetz und wird gesetzestechnisch häufig (aber nicht immer) durch <a href="Vermutung_(Recht)" title="Vermutung (Recht)">Vermutungen</a> ausgesprochen. Ein Beispiel für einen Rechtsschein, der nicht in Form einer Vermutung ausgestaltet ist, ist der § 54 Abs. 3 HGB. Der Rechtsschein ist als <a href="Fiktion_(Recht)" title="Fiktion (Recht)">Fiktionstatbestand</a> konstruiert, denn das Gesetz stellt eine – meist <a href="Vermutung_(Recht)#Widerlegliche_und_unwiderlegliche_Vermutung" title="Vermutung (Recht)">widerlegliche</a> – Vermutung auf. Die Grenzen des Rechtsscheins zieht der <a href="Bundesgerichtshof" title="Bundesgerichtshof">Bundesgerichtshof</a> folgendermaßen: „Aus dem Vertrauen aus einem Rechtsschein kann niemand weitergehende Ansprüche herleiten, als er haben würde, wenn der Rechtsschein der wirklichen Rechtslage entspräche.“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mängel in der <a href="Gesch%C3%A4ftsf%C3%A4higkeit" title="Geschäftsfähigkeit">Geschäftsfähigkeit</a> werden durch den Rechtsschein nicht beseitigt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Grundgedanke der Lehre des Rechtsscheins ist im <a href="B%C3%BCrgerliches_Gesetzbuch" title="Bürgerliches Gesetzbuch">BGB</a> in mehreren Bestimmungen enthalten, insbesondere in den §<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__171.html">§ 171</a></span>, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__405.html">§ 405</a></span>, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__409.html">§ 409</a></span> BGB. Zusammengefasst soll derjenige, der in zurechenbarer Weise einen Rechtsschein veranlasst hat, weniger schutzwürdig sein als der auf diesen Rechtsschein vertrauende gutgläubige Dritte und muss sich gegenüber dem gutgläubigen Dritten nach dem Rechtsschein behandeln lassen, weil er ihn erweckt hat.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vorkommen_und_Arten">Vorkommen und Arten</h2></div>
<p>Der Rechtsschein kommt in fast allen <a href="Rechtsgebiet" title="Rechtsgebiet">Rechtsgebieten</a> vor. Das deutsche <a href="Zivilrecht" class="mw-redirect" title="Zivilrecht">Zivilrecht</a> kennt den Rechtsschein insbesondere bei allgemeinen <a href="Vollmacht" title="Vollmacht">Vollmachtsfragen</a> oder im Recht zum <a href="Eigent%C3%BCmer-Besitzer-Verh%C3%A4ltnis" title="Eigentümer-Besitzer-Verhältnis">Eigentümer-Besitzer-Verhältnis</a>. Auch der nach <a href="Erbfall" title="Erbfall">Erbfall</a> ausgestellte <a href="Erbschein" title="Erbschein">Erbschein</a> unterliegt Rechtsscheinregeln, ebenso gibt es Regeln in Ansehung des <a href="Handelsrecht_(Deutschland)" title="Handelsrecht (Deutschland)">Handels</a>- und <a href="Gesellschaftsrecht_(Deutschland)" title="Gesellschaftsrecht (Deutschland)">Gesellschaftsrecht</a>. Hier erlangt besondere Bedeutung die <a href="Rosinentheorie" title="Rosinentheorie">Rosinentheorie</a> des BGH.
</p><p>Alle Rechtsscheinthemen besitzen eine gemeinsame Struktur. Danach sollen Dritte im Rechtsverkehr geschützt werden, wenn sie aus dem erkennbaren Geschehen auf das Vorliegen eines Tatbestands vertrauen durften, selbst wenn dieser Tatbestand tatsächlich gar nicht erfüllt ist.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allen Rechtsscheintatbeständen ist zudem gemeinsam, dass sich ein Bösgläubiger nicht auf den Rechtsschein berufen dürfen soll. Unterschiedlich geregelt ist jedoch der Grenzverlauf zwischen Gut- und Bösgläubigkeit. Während beim Besitz als Anknüpfungspunkt für den Rechtsschein bereits das grob-fahrlässige Nicht-Kennen der tatsächlichen Umstände für Bösgläubigkeit ausreicht, ist der Rechtsschein der meisten öffentlichen Register so stark, dass erst die positive Kenntnis der tatsächlichen – abweichenden – Umstände Bösgläubigkeit begründet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rechtsschein_aus_Besitz">Rechtsschein aus Besitz</h3></div>
<p>Der Klassiker der Rechtsscheinlehre ist der aus dem Institut des <a href="Besitz" title="Besitz">Besitzes</a> resultierende Rechtsschein. Wer eine bewegliche <a href="Sache_(Recht)" title="Sache (Recht)">Sache</a> besitzt, schafft den Rechtsschein, dass er auch deren <a href="Eigentum" title="Eigentum">Eigentümer</a> ist (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1006.html">§ 1006</a></span> Abs. 1 BGB). Hierauf vertraut der Dritte grundsätzlich. Die Dogmatik der Bestimmungen stellt allerdings gesetzliche Ausnahmen vor, so gilt Vorgesagtes nicht in den Fällen des <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__935.html">§ 935</a></span> BGB, wenn die Sache <a href="Diebstahl_(Deutschland)" title="Diebstahl (Deutschland)">gestohlen</a>, <a href="Fundrecht_(Deutschland)" title="Fundrecht (Deutschland)">verlorengegangen</a> oder sonst <a href="Abhandenkommen" class="mw-redirect" title="Abhandenkommen">abhandengekommen</a> ist. Im Übrigen kommt der Rechtsschein des Eigentums grundsätzlich bei allen Besitzverhältnissen zum Tragen. Der kaufwillige Dritte kann im eben skizzierten Fall gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__932.html">§ 932</a></span> Abs. 1 BGB Eigentum erwerben, sofern er redlich – und damit sein Vertrauen in das Eigentum des Verkäufers – geschützt ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rechtsschein_aus_öffentlichem_Glauben"><span id="Rechtsschein_aus_.C3.B6ffentlichem_Glauben"></span>Rechtsschein aus öffentlichem Glauben</h3></div>
<p><a href="%C3%96ffentlicher_Glaube" title="Öffentlicher Glaube">Öffentlichen Glauben</a> genießen <a href="Eintragung" title="Eintragung">Eintragungen</a> in öffentlichen Registern. Die Mitwirkung der <a href="Registergericht" title="Registergericht">Registergerichte</a> an der Festlegung von Rechtszuständen umfasst eine hohe Richtigkeitsgewähr.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Eintragung eines Erwerbs oder einer <a href="Dingliches_Recht_(Deutschland)#Beschränkte_dingliche_Rechte" title="Dingliches Recht (Deutschland)">Belastung</a> im <a href="Grundbuch" title="Grundbuch">Grundbuch</a> nach <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__873.html">§ 873</a></span> BGB entfaltet materiell-rechtliche Wirksamkeit und zwar unabhängig davon, ob die Eintragung erfolgen durfte (Voraussetzung: <a href="Erwerb_vom_Nichtberechtigten#Erwerb_durch_Rechts-_und_Verkehrsgeschäft" title="Erwerb vom Nichtberechtigten">Verkehrsgeschäft</a>). Ob einzutragen ist, richtet sich nach formellem Grundbuchrecht. Gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__892.html">§ 892</a></span> BGB gelten unrichtige Eintragungen zugunsten des gutgläubigen Rechtserwerbers als richtig, sofern kein <a href="Widerspruch_(Recht)" title="Widerspruch (Recht)">Widerspruch</a> (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__899.html">§ 899</a></span> BGB) eingetragen ist.
</p><p>Auch Eintragungen im <a href="Handelsregister_(Deutschland)" title="Handelsregister (Deutschland)">Handels</a>-, <a href="Genossenschaftsregister" title="Genossenschaftsregister">Genossenschafts</a>-, <a href="Vereinsregister" title="Vereinsregister">Vereins</a>- und <a href="G%C3%BCterrechtsregister" title="Güterrechtsregister">Güterrechtsregister</a> genießen einen weitgehenden Rechtsscheinschutz. Der Gutglaubensschutz bezieht sich auf das Nichtvorliegen einer nicht in den Registern eingetragenen Tatsache (§<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__68.html">§ 68</a></span>, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__70.html">§ 70</a></span>, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1412.html">§ 1412</a></span> BGB; <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__15.html">§ 15</a></span> HGB, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/geng/__29.html">§ 29</a></span> Abs. 1 und <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/geng/__86.html">§ 86</a></span> GenG).<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So wird durch <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__15.html">§ 15</a></span> HGB das Vertrauen in den Rechtsschein geschützt, wenn die Eintragung in einem Handelsregister der Wirklichkeit nicht entspricht. Nach § 15 Abs. 3 HGB kann sich hier jemand auf eine unrichtige Eintragung berufen, wenn er gutgläubig ist.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vollmachten">Vollmachten</h3></div>
<p>Im Recht der <a href="Vertretung_(Deutschland)" class="mw-redirect" title="Vertretung (Deutschland)">Stellvertretung</a> genießen die <a href="Anscheinsvollmacht" title="Anscheinsvollmacht">Anscheinsvollmacht</a> und die <a href="Duldungsvollmacht" title="Duldungsvollmacht">Duldungsvollmacht</a> einen besonderen Rechtsschein. Es geht darum, dass sich jemand hierbei als rechtsgeschäftlicher oder gesetzlicher Vertreter präsentiert und Dritte darauf vertrauen, dass er es auch wirklich ist. Beide Rechtsscheinvollmachten unterscheiden sich nur durch die Kenntnis des Vertretenen. Bei der Anscheinsvollmacht hat der Vertretene keine Kenntnis vom angeblichen Vertreter, bei der Duldungsvollmacht hat der Vertretene zwar Kenntnis, er duldet jedoch die Vertretungshandlung. In beiden Fällen muss sich der Vertretene so behandeln lassen, als ob er eine Vollmacht erteilt habe.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Handelsrecht">Handelsrecht</h3></div>
<p>Im <a href="Handelsrecht_(Deutschland)" title="Handelsrecht (Deutschland)">Handelsrecht</a> ist das Vertrauen in den Rechtsschein besonders geschützt, da der Handelsverkehr schneller Abwicklungsprozesse bedarf. Das <a href="Handelsgesetzbuch" title="Handelsgesetzbuch">HGB</a> weicht daher teils von den Formvorschriften des BGB ab. Das Handelsrecht geht davon aus, dass <a href="Kaufmann_(HGB)" title="Kaufmann (HGB)">Kaufleute</a> bei Handelsgeschäften versierter sind als <a href="Verbraucher" title="Verbraucher">Verbraucher</a>, die eines besonderen Schutzes bedürfen. Wer den Anschein erweckt, Kaufmann oder Gesellschafter zu sein, der muss sich wie ein Kaufmann oder Gesellschafter behandeln lassen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Beispiel gibt das <a href="Kaufm%C3%A4nnisches_Best%C3%A4tigungsschreiben" title="Kaufmännisches Bestätigungsschreiben">kaufmännische Bestätigungsschreiben</a>, dessen Inhalt bei einem <a href="Angebot_(Recht)" title="Angebot (Recht)">Angebot</a> als richtig gilt, wenn der Annehmende nicht <a href="Unverz%C3%BCglichkeit" title="Unverzüglichkeit">unverzüglich</a> widerspricht; sein <a href="Schweigen_(Recht)" title="Schweigen (Recht)">Schweigen</a> gilt als Annahme (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__362.html">§ 362</a></span> Abs. 1 HGB). Auch wenn nichtberechtigte <a href="Kommission%C3%A4r" title="Kommissionär">Kommissionäre</a>, <a href="Frachtf%C3%BChrer" title="Frachtführer">Frachtführer</a>, <a href="Spediteur" class="mw-redirect" title="Spediteur">Spediteure</a> oder <a href="Lagerhalter" title="Lagerhalter">Lagerhalter</a> auftreten, auf die die meisten Vorschriften über <a href="Handelsgesch%C3%A4ft" title="Handelsgeschäft">Handelsgeschäfte</a> anwendbar sind, begründet der Rechtsschein die Anwendung dieser Vorschriften auch auf den Nichtgewerbetreibenden.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Öffentliches_Recht"><span id=".C3.96ffentliches_Recht"></span>Öffentliches Recht</h3></div>
<p>Im <a href="%C3%96ffentliches_Recht" title="Öffentliches Recht">öffentlichen Recht</a> hat der Rechtsschein eine geringere Bedeutung, da die <a href="%C3%96ffentliche_Verwaltung" title="Öffentliche Verwaltung">öffentliche Verwaltung</a> an Gesetz und Recht gebunden ist (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20.html">Art. 20</a></span> Abs. 3 <a href="Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland" title="Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland">Grundgesetz</a>); sie darf ihr Handeln regelmäßig nicht auf Anschein stützen, sondern ist zur Ermittlung des Sachverhalts verpflichtet (siehe aber: <a href="Anscheinsgefahr" class="mw-redirect" title="Anscheinsgefahr">Anscheinsgefahr</a>). Die Probleme des Vertrauens auf bestimmte Umstände werden üblicherweise unter dem Begriff des <a href="Vertrauensschutz" title="Vertrauensschutz">Vertrauensschutzes</a> behandelt. Gemeint ist hier stets das Vertrauen des Bürgers auf das Bestehen einer bestimmten Rechtsposition. Die Verwaltung selbst kann sich auf Vertrauensschutz zu Lasten des Bürgers nicht berufen.
</p><p>So kann zum Beispiel der „Rechtsschein eines <a href="Verwaltungsakt_(Deutschland)" title="Verwaltungsakt (Deutschland)">Verwaltungsakts</a>“ bestehen, wenn behördliches Handeln eigentlich keinen Verwaltungsakt darstellt, es jedoch so aussieht, als ob ein Verwaltungsakt erlassen werden sollte (z. B. ein Schreiben wird ausdrücklich als Verwaltungsakt bezeichnet). Dann sind die gleichen Rechtsschutzmöglichkeiten gegeben wie bei einem Verwaltungsakt.
</p><p>In engen Grenzen hat die deutsche <a href="Rechtsprechung" title="Rechtsprechung">Rechtsprechung</a> auch anerkannt, dass nichtige Gesetze einen Rechtsschein erzeugen können, auf den sich ein Vertrauen des Bürgers gründen kann.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sonstige_Rechtsscheintatbestände"><span id="Sonstige_Rechtsscheintatbest.C3.A4nde"></span>Sonstige Rechtsscheintatbestände</h2></div>
<ul><li>Es wird vermutet, dass ein Kaufmann als Besitzer auch verfügungsbefugt ist, wenn er dies behauptet (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__366.html">§ 366</a></span> <a href="Handelsgesetzbuch" title="Handelsgesetzbuch">HGB</a>). Von ihm kann jeder gutgläubige Dritte Eigentum erwerben.</li>
<li>Es wird vermutet, dass jemand, der im <a href="Erbschein" title="Erbschein">Erbschein</a> als Erbe ausgewiesen ist, auch tatsächlich Erbe ist (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2365.html">§ 2365</a></span> BGB).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="International">International</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz">Schweiz</h3></div>
<p>Eines der wichtigsten Ziele des Art. 933 ZGB ist der Verkehrsschutz, dem auch die Rechtsscheinlehre vordringlich dient.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während in Deutschland die Rechtsscheinentsprechung einen positiven Vertrauensschutz schafft, sieht das Schweizer Recht lediglich einen Schadensersatz vor (<i>negativer Vertrauensschutz</i>).<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anders als in Deutschland wird nach Art. 39 OR der Vertretene nur durch seinen Willen, vertreten zu werden, nicht jedoch aufgrund geschaffenen Rechtsscheins verpflichtet, so dass der vollmachtlose Vertreter ersatzpflichtig wird.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h3></div>
<p>Auch in Österreich ist der Rechtsschein ein weitverbreitetes Rechtskonstrukt. Insbesondere gilt er bei der Eigentumsvermutung des § 323 ABGB oder bei Vollmachten (Verwalter- und Ladenvollmacht; §§ 1029 Satz 2 und 1030 ABGB). Allerdings wird bei § 323 ABGB nicht – wie bei § 1006 Abs. 1 BGB in Deutschland – das Eigentum des Besitzers vermutet, sondern nur die Rechtmäßigkeit, was allerdings nur von geringer praktischer Bedeutung ist.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Angelsächsischer_Rechtskreis"><span id="Angels.C3.A4chsischer_Rechtskreis"></span>Angelsächsischer Rechtskreis</h3></div>
<p>Im <a href="Common_Law" title="Common Law">Common Law</a> spielt der Rechtsschein (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic"><i>apparent legality</i></span>) eine ähnlich prominente Rolle wie im deutschen Recht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Holger_Altmeppen" title="Holger Altmeppen">Holger Altmeppen</a>: <cite style="font-style:italic">Die Disponibilität des Rechtsscheins</cite>. Otto Schmidt, Köln 1994, ISBN 3-504-06120-0.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rechtsschein&rft.au=Holger+Altmeppen&rft.btitle=Die+Disponibilit%C3%A4t+des+Rechtsscheins&rft.date=1994&rft.genre=book&rft.isbn=3504061200&rft.place=K%C3%B6ln&rft.pub=Otto+Schmidt" style="display:none"> </span></li>
<li>Georg Borges: <i>Rechtsscheinhaftung im Internet.</i> In: <i><a href="NJW" class="mw-redirect" title="NJW">NJW</a>.</i> 33/2011, 2400</li>
<li><a href="Johann_Kindl" title="Johann Kindl">Johann Kindl</a>: <i>Rechtsscheintatbestände und ihre rückwirkende Beseitigung.</i> Dissertation. Springer Verlag, 1999, ISBN 3-642-58411-X.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.degruyter.com/dg/viewarticle/j$002fjura.2010.32.issue-4$002fjura.2010.292$002fjura.2010.292.xml"><i>Der unsichtbare Rechtsscheinträger? – »Der Zuckerfall«.</i></a> In: <i>JURA – Juristische Ausbildung.</i> (Zeitschrift), März 2010, S. 292–296.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur Duldungsvollmacht: <a href="Bundesgerichtshof" title="Bundesgerichtshof">BGH</a> <a href="Neue_Juristische_Wochenschrift" title="Neue Juristische Wochenschrift">NJW</a> 1966, 1919.; <a href="Jens_Petersen_(Jurist%2C_1969)" title="Jens Petersen (Jurist, 1969)">Jens Petersen</a>, in <a href="Juristische_Ausbildung_(Zeitschrift)" title="Juristische Ausbildung (Zeitschrift)">JURA</a> 2003, 310 und 2004, 829; zur Anscheinsvollmacht: BGH <a href="Versicherungsrecht_(Zeitschrift)" title="Versicherungsrecht (Zeitschrift)">VersR</a> 1992, 889 (890).</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Dieter_Medicus_(Rechtswissenschaftler)" title="Dieter Medicus (Rechtswissenschaftler)">Medicus</a>, Jens Petersen: <i>Bürgerliches Recht nach Anspruchsgrundlagen</i>, 25. Auflage, Rn. 535 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Moritz Wellspacher, <i>Das Vertrauen auf äußere Tatbestände im bürgerlichen Rechte</i>, 1906, S. 267 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">BGHZ 12, 105, 109.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">BGHZ 115, 178, 181.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=k3ojusTvSW0C&pg=PA10&dq=lehre+vom+rechtsschein&hl=de&sa=X&ei=t3xmUq72EeXW4ASpnIC4Dw&sqi=2&ved=0CDoQ6AEwAg#v=onepage&q=lehre%20vom%20rechtsschein&f=false">Lutz Schade, <i>Handels- und Gesellschaftsrecht</i>, 2012, S. 10.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=ZTbpvNBcW0cC&pg=PA193&dq=rechtsschein&hl=de&sa=X&ei=mHliUqa9MMKn0QW1tYCACg&ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&q=rechtsschein&f=false">Jan Eltzschick/Jens Wenzel, <i>Die Anfängerklausur im BGB</i>, 2007, S. 1.</a>92</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Chris_Thomale" title="Chris Thomale">Chris Thomale</a>: <i>Leistung als Freiheit. Erfüllungsautonomie im Bereicherungsrecht</i>. Tübingen 2012, ISBN 3-16-151667-2. S. 67.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Petra_Buck-Heeb" title="Petra Buck-Heeb">Petra Buck</a>: <i>Wissen und juristische Person. Wissenszurechnung und Herausbildung zivilrechtlicher Organisationspflichten</i>. Mohr Siebeck, Tübingen 2001, ISBN 978-3-16-147580-1. (Habilitationsschrift) S. 62.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Peter_B%C3%BClow" title="Peter Bülow">Peter Bülow</a>: <i>Handelsrecht</i>, 2009, S. 31.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Lutz Schade: <i>Handels- und Gesellschaftsrecht</i>, 2012, S. 10.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Bülow: <i>Handelsrecht</i>, 2009, S. 32.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">vgl. Entscheidung des <a href="Bundesverfassungsgericht" title="Bundesverfassungsgericht">Bundesverfassungsgerichts</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv053115.html#">BVerfGE 53, 115</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Walter Güller: <i>Unfreiwilliger Besitzverlust und gutgläubiger Fahrniserwerb</i>, Diss. 1924, S. 9.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131023060113/http://www.arnoldrusch.ch/pdf/080128jusletterfahrniserwerb.pdf">Arnold F. Rusch, <i>Gutgläubiger Fahrniserwerb als Anwendungsfall der Rechtsscheinlehre.</i> In: Jusletter vom 28. Januar 2008, S. 2.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 23. Oktober 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) (PDF; 448 kB)</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Eugen Bucher: <i>Stellvertretung</i>, ohne Jahrgang, S. 612.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Apathy u. a.: <i>Österreichisches Bankvertragsrecht.</i> Band IX, 2012, S. 283.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Der Verfasser wendet sich gegen die verbreitete Auffassung, dass eine Anfechtung mit dem Wesen des Rechtsscheins nicht vereinbar sei und befürwortet die grundsätzliche analoge Anwendbarkeit der Anfechtungsregeln auf die untersuchten Scheintatbestände.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable" style="border-top-style: solid; border-top-width: 1px; clear: both; font-size:95%; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="Vorlage_Rechtshinweis"><div class="noviewer noresize nomobile" style="display: table-cell; padding-bottom: 0.2em; padding-left: 0.25em; padding-right: 1em; padding-top: 0.2em; vertical-align: middle;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="skin-invert" typeof="mw:File"></span></div>
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